Verfasst von: neomagic | 02/12/2009

Zurück in Thailand

Zurück in Thailand war zwischenzeitlich Wintereinbruch. Oder so ähnlich. Es werden jetzt nur noch 34°C Tageshöchsttemperatur gemessen und morgens nach dem Aufstehen sind es gar erst 29°C, so dass Sujeds Familie gezwungen ist, langärmelige Klamotten plus Jacke zu tragen 🙂

Kaum angekommen, machten wir eine kleine Reise mit Übernachtung und zwar nach Prachuap Khiri Khan. In der Gegend ist Thailand bis zu 11 km „dünn“

Unterwegs am Straßenrand hielten wir extra um diese Spezialitäten zu dokumentieren. Sujed weiß, dass ich gerne krasse Sachen fotografiere und ihr wollt die doch auch sehen, gell?!? Also neben den kleinen Vögeln,

werden auf den angrenzenden Reisfeldern auch diese Ratten platt gemacht und knusprig gebraten 😯

Unterwegs entdeckt und garantiert kein hinduistisches Sonnenrad:
Asiaten haben manchmal ein erschreckend unverkrampftes Verhältnis zum deutschen Nationalsozialismus.

Die Eltern wollten hier auf einen burmesischen Markt um Orchideen zu kaufen. Der Markt ist zwar in Thailand aber nur einen Steinwurf von Myanmar=Burma entfernt.

Sujed hatte das Gefühl, dass die Pflanzen jenseits der Grenze einfach aus den Wäldern entnommen werden und Artenschutz dabei sicher keine Rolle spielt

Die Burmesinnen und ihre Kinder hatten eine interessante „Kriegsbemalung“

Die Farbe heißt Thanaka, wird aus Baumrinde gewonnen und soll gleichzeitig sowohl Make-Up als auch Kühlung und Hautpflege sein. Sie schützt beispielsweise vor Sonnenbrand und soll schöne, glatte Haut fördern. Ist für mich ein
bisschen komisch, dass man nur bestimmte Bereiche schminkt. Wenn das Zeug hilft, warum dann nur Muster malen und nicht alles einschmieren? Na, die Burmesen müssen es wissen, die machen das angeblich schon seit über 2000 Jahren.

Das ist die besagte Grenze zu Burma. Das Foto wollte ich eigentlich ans TIME Magazine verkaufen:

Burmesisches Kind auf der Flucht vor der Militär-Junta erreicht mit letzter Kraft thailändisches Hoheitsgebiet.

Na ja, hätte wohl eh keiner geglaubt 😉

In Prachuap Kiri-Khan gibt es traditionellen Fischfang…

vor malerischer Kulisse

Außerdem einen Berg mit Tempel, der von Affenhorden umlagert ist.

Der Berg heißt Spiegelberg, weil es scheint, als würde oben links ein Stück Himmel reflektiert.

Also ringsherum Affen. Es waren wirklich Unmengen von Ihnen da.

Der Kleine hat’s gut!

Wo viele Affen sind, sind auch die Futterverkäuferinnen nicht weit. Man beachte den Stock in ihrer Hand!

Ob der Schuld an seiner verkrüppelten Hand oder an so manchem abgeknickten Schwanz ist oder ob die Affen einfach zu viele sind und einige von ihnen zu dreist und unvorsichtig?

Jedenfalls wollten wir mal eben die Treppe zum Tempel hoch. Nach dem halben Weg war schon nicht mehr klar, ob wir an Wassermangel, Hitzschlag oder beidem sterben würden.

Zur Veranschaulichung: diese Hunde sind noch nicht mal geklettert. Die lagen in der Bullenhitze einfach am Fuße des Berges rum wie Kadaver, weil ihnen jede Bewegung zu viel war.

Aber wir waren ja ambitionierter:

Er hier hat’s auch nur bis zur Hälfte geschafft.

Ist wohl eine besondere Lid-Färbung bei diesen Affen. Entweder das, oder die Mönche im Tempel schminken die in ihrer Freizeit 😉

Irgenwie haben wir es doch noch geschafft und der Ausblick entschädigte immerhin für Einiges

Thailand hat so viel Strand, dass es durchaus komplett unbebadete zu finden gibt

Unten wieder: Affen. Dieser hier hatte eine ziemlich fiese offene Wunde, die ihn aber nicht von Fellpflege…

und anderen Vergnügungen abhielt 🙂

Ich finde Affen sind die interessantesten Tiere. Man kann bei ihnen ein sehr vielfältiges und oft genug menschenähnliches Verhaltensrepertoire beobachten.

Ein Strand, ganz für mich allein!

Familienfoto

In der Nähe war ein ganz anständiges Meerwaseraquarium

Nemo: gefunden!

Die Schildkröten wurden in einem üblen kleinen Swimmingpool gehalten
aber sonst war es ganz ok.

Seestern und Pfeilschwanzkrebs

Hier, in einem Örtchen namens Brangburd, haben wir uns für eine Nacht niedergelassen

Hier gab es fast keine Touristen, dafür aber ursprüngliches Fischerdorf-Flair:
Netze reparieren

Die Boote hatten alle Leuchtstoffröhren montiert, was auf Tintenfischfang hinweist.

Und tatsächlich: der Fang der letzten Nacht trocknete nachmittags noch in der Sonne

Nachts waren die Boote alle als grünliche Punkte am Horizont zu sehen
 

Zum Paket mit Unterkunft gehörte auch ein Schnorchelausflug.

Das läuft dann meist so, dass man mit einigen anderen Touristen (hier nur Thais) auf einem lärmigen Boot zu einer Mini-Insel tuckert und da schon andere Boote liegen, die genau die gleichen Touristen angeschleppt haben. Die tummeln sich dann alle mit Schwimmweste über dem Korallenriff.

Leider war die Sicht nicht sehr gut und somit die Farben unter Wasser etwas trübe. Aber Schnorcheln ist super easy und wesentlich weniger anstrengend als normales Schwimmen. Man muss seinen Kopf nämlich nicht ständig über Wasser hieven um nach Luft zu japsen. Insofern macht es immer Spaß, auf dem warmen Wasser zu treiben und sich Fische und Seeanemonen anzugucken.

Die Fische mochten den gekochten Reis aus unserer Verpflegung sehr gern

Ab ging’s zurück mit dem Boot…

und dann mit dem Auto durch Kokosplantagen.

When in Rome, do as the
Romans do!

Und Tschüß!

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Responses

  1. Neid…..Neid…….Neid!!!!
    Was für ein herrlicher Ausflug (abgesehen von der Hitze beim erklimmen des Tempelberges).
    Schöne Doku der „krassen“ Sachen – genau deshalb lieben wir deine autentischen Berichte.
    Liebe grüße an die Familie


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