Verfasst von: neomagic | 21/12/2009

Das war’s!

Heute, eine Woche nach unserer Rückkehr die letzen Eindrücke unserer Reise, die es bisher nicht in das Blog geschafft hatten. Deshalb geht es abschließend zusammenhanglos aber abwechslungsreich zu.

Da ich immer nur über das Handynetz surfen konnte, war meine Internetverbindung in Thailand extrem dünn. In etwa so, wie Pizza durch einen Strohhalm zu saugen, wodurch ich umgekehrt auch keine Videos hochladen konnte. Auch das habe ich nachgeholt: ihr könnt sie hier anschauen.

Ansonsten gibt es für die Blumenfreundinnen unter euch eine Extra-Seite mit Bildern von Orchideen und anderen Pflanzen, die ich auf der Orchideenfarm und bei einer Ausstellung gemacht habe.

Am Anfang mal wieder Essen. Wenn man in Thailand wie die Einheimischen isst, nämlich z.B. in einem Food-Court, zahlt man auch lokale Preise.

In diesem Fall einen ganzen Euro!

Viele Thailänder haben eine eher dunkle Hautfarbe. In TV und Werbung kommen die allerdings nicht vor. Allenfalls als Zielgruppe für Bleichungsprodukte. Auch die deutsche Beiersdorf AG bedient diesen riesigen Markt für Leute, die weiß für schön halten. Ich vermute, dass brauner Teint=Arbeit im Freien=niedrige soziale Stellung bei dieser Mode eine große Rolle spielt.

Sehr gewöhnungbedürftig: Parken in zweiter Reihe ohne angezogene Handbremse. Da muss man zum Durchkommen erstmal dicke Autos durch die Gegend schieben.

Die Weihnachtsauswahl bei Carrefour bietet auch hannoversche Produkte

Bei Friseur hat man mich entlockt!!! Hat nicht lange gehalten 😉

Diese kleine Betonmischwanne haben wir als Boot missbraucht.

Da passt doch noch einer rein!

Wassereinbruch!

Wie man sieht haben wir das Absaufen im verdreckten Fluss mit unterschiedlichen Emotionen quittiert.

Also unappetitlich war das schon! Kennt ihr diesen mutierten Simpsons-Fisch? Hoffentlich wächst mir nicht auch von irgendwas ein drittes Exemplar 😕

Also: Boot besorgt und zweiter Versuch.

Im Zickzack ging’s über den Fluss.

Sujed behauptete, man könne auch mit einem Paddel auf einer Seite geradeaus fahren.

Bin doch nicht Pocahontas! Außerdem: wie soll das gehen?!

Nachdem wir uns ein bisschen in die Haare gekriegt haben, hat Schwiegerpapa mir erstmal gezeigt, wie man das macht. Es funktioniert tatsächlich: man muss das Paddel am Ende der Bewegung nur leicht nach außen drehen. Oder so ähnlich.

Seerose, mal nicht in heimatlichem Weiß.

Die Arbeiter auf der Orchideenfarm wohnen dort auch auf dem Gelände. Dort halten sie nicht nur Hühner sondern auch Frösche zum Verzehr.

Das sind sozusagen die Ställe.

Aus der Familie der Orchideen

Gudrun hatte ja in einem Kommentar in Bezug auf die Behandlung von Tieren von Grausamkeit und Ignoranz gesprochen. Tja Gudrun, was sachste dazu: Hier auf einem Markt haben sie zwei Dutzend Vögel eingeperrt die verzweifelt im Käfig herumflattern. Warum? Wenn man mal eine Pechsträhne hat, bringt es angeblich Glück einem Vogel die Freiheit zu schenken. Man kauft den also, lässt ihn fliegen und der Händler hat Lohn und Motivation mehr Vögel zu fangen und einzusperren. So haben alle gewonnen!

Auch auf dem Markt: ein GANZ dicker Hund!

Sujeds beste Freundin…

hat uns zum Essen eingeladen.

Innenstadtmieten sind teuer. So herrschte in unserem Lieblingsklamottengeschäft oft eine unfreiwillig familiäre Atmosphäre. Ja, das ist der ganze Laden!

Nicht nur Menschen tragen in Thailand Klamotten

Manche Hunde werden sogar als Klamotten getragen 😉

Und dann gab es so einen Vollpfosten, der seinen Hund in diesem absurden Outfit spazieren führte.

Anscheinend genoss er die Aufmerksamkeit der anderen Idioten, die sich wie ein Traube um die beiden versammelten um Fotos zu machen. Ich habe das natürlich aus rein journalistischem Interesse getan 😉

Orchideenaustellung:

Viel mehr Blumen-Bilder in ganz großer Auflösung gibt es wie gesagt hier.

Mangroven im Mündungsgebiet des Chao Praya-Flusses

auf deren Wurzeln „Baumhäuser“ stehen.

Vom Restaurant aus kann man die Fischer beobachten.

Gleich in der Nähe auch Verkaufsstände mit Seafood. Müll gehört leider immer mal wieder zur Landschaft dazu.

Eine Spezialität hier im Bereich der Flussmündung sind diese eigenartig geformten Muscheln.

Gebraten gibt’s die auch. Im Hintergrund Pfeilschwanzkrebse.

Diese Tiere gibt es seit 400 Millionen Jahren; sie sind also lebende Fossilien. Ich glaube, das Gelbe sind deren Eier.

Fischpastete in Bananenblättern gegrillt.

Diverse Krabben. Man sagt ja, die Ozeane seien extrem überfischt. Wenn man so sieht, was für Unmengen an Fisch und anderen Tieren täglich allerorten aus dem Meer geholt werden, wundert man sich, dass überhaupt noch welche drin sind.

Diese fußballgroßen Früchte wachsen an Palmen…

und beinhalten glitschige, fad schmeckende Früchte.

Wir haben einen schwimmenden Markt besucht.

Von solchen gab es früher viele.

Mit zunehmend besserem Straßennetz wurden sie mehr und mehr überflüssig.

Heute gibt es nur noch einige wenige, die auch keinerlei echte wirtschaftliche Bedeutung mehr haben sondern ausschließlich als Touristenmagnet existieren.

Auf diesem abgelegenen Markt waren das ausschließlich thailändische Touristen.

Erinnert ihr euch noch an die in der Sonne getrockneten Tintenfische? Die werden gesalzen und unter anderem so verarbeitet: Mit einer Walze werden die hin- und her gerollt und dabei platt und mürbe gemacht, so dass man sie einfach kauen kann. Mir schmeckten die allerdings gar nicht.

Ich konnte leider nicht in Erfahrung bringen, wozu um alles in der Welt das gut sein soll: Militärpolizisten als Gartenzwergersatz??

Der Chao Praya-Fluss führt mitten durch Bangkok. Da kann man prima die verschiedenen Wohlstandsstufen sehen. Von katastrophal arm, Hauptsache Satelliten-TV…

über heruntergekommen…

anständig…

Middle-Class…

überraschend…

und hochmodern.

Ich hätte gerne eine schlichte Torte!

Vorne links und rechts: das sind Auberginen!

In der Mitte, das lilafarbene sind Blütenknospen von Bananenpalmen.

Warum muss Stefan eigentlich immer so viele langweilige Tiere fotografieren?

Mama hat einen neuen Grill gekauft.

Die Glut ist ungefähr zwei Zentimeter vom Fisch entfernt.

Deswegen musste ich das Ding jede Minute umdrehen, damit es nicht verkohlt. Das Bananenblatt soll ein Ofenklima erzeugen. In meiner teutonischen Arroganz behaupte ich mal, ein deutscher Grill funktioniert wesentlich besser 😉

Irgendwann fing die Arbeiterfamile (Vater, Mutter, Sohn) an, den Katzenkäfig zu erweitern. Egal ob Stock, Stein, Schlamm oder oben auf den Latten stehend: alles wird in Flip-Flops erledigt.

Eine Katze hatte ja zwischenzeitlich drei Junge zur Welt gebracht. Nur war die irgendwie zu doof ihren mütterlichen Pflichten nachzukommen. Ständig lief sie in der Gegend rum, als hätte sie nichts Besseres zu tun. Ein Baby war kräftig und dick genug mit den gelegentlichen Stillzeiten über die Runden zu kommen. Die anderen beiden haben wir mit Katzenmilch aus der Dose gepäppelt. Vergebens. Das erste wanderte am zweiten Tag in die Mülltonne. Als Schwiegermama mir am nächsten Tag die zweite Katzenbabyleiche gab, habe ich sie dem Schäferhund anvertraut. Der hat nach anfänglichem Zögern auch was damit anzufangen gewusst. Sujed und seine Mutter waren entsetzt aber da bin ich dann doch recht unsentimental. Im Müll oder unter der Erde hat die sterbliche Hülle noch weniger Sinn.

Unter der Orchideenzucht vor dem Haus, gibt es Flussausläufer. Die waren dermaßen mit Plastik, Blumentöpfen und sonstigem Plunder vollgemüllt,

dass ich den Anblick nicht ertrug und zwei Tage lang in Gummistiefeln und mit vor Ekel verzogenem Gesicht durch den Schlamm gewatet bin. Das nur mal zur Info, für die Leute die mich immer als autoabhängigen Ökosünder hinstellen 😉

Schlammig war’s auch hinterher aber wenigstens keine Müllhalde.

Sonntagsbesuch in einem Park

Und wo viele Thailänder rumlaufen gibt es natürlich Unmengen an Fressalien

Fischfrikadellchen in Bananeblattboot

Fetttriefende „Frühlingstaschen“

Gefüllte Teigtaschen

Japanisches Sushi

neben bajuwarischen Schweinshaxen

Würstchen

Gebratene Nudeln

Hähnchen am Stiel

Würstchen am Spieß

Feurige Suppe

Fleisch und Innereien zum Braten

Ach so, eigentlich war hier eine Bonsaiausstellung. Die paar Zwergbäume war aber eher unspektakulär.


Die Steine sind so groß wie bei uns, nur die Tauben viel kleiner.

Palmen dünn, Palmen dick.

Super-leckeres Kokosnusseis. Bei den Temperaturen genau richtig. Übrigens hatte ich mich nach einigen Tagen an die Bruthitze gewöhnt. Ich fand das sehr erstaunlich: die 35+°C fühlten sich immer noch verdammt heiß an aber dennoch erträglich.

Aus der Kategorie „Was-zum-Geier-ist-das?“

Mango mit süßem Klebreis

Pfannkuchen

Wachteleier

Gallertartiges Glibbergelee für süße Getränke

Marinierte Bohnen

Guaven mit scharf gewürzter Tunke. Guaven schmecken wie eine Mischung aus Apfel und wenig süßem Gemüse.

Süßgebäck

Jackfruit! Sehr lecker aber leider für mich wie vieles heimische Obst allergieauslösend.

Erinnert ihr euch noch an den bizarren Tanz im Restaurant? Gab’s sogar im Carrefour-Markt.

Eine einzige Peinlichkeit für alle Beteiligten. Umso mehr, wenn ein skrupelloser Tourist auch noch Fotos macht 😉

Kennt ihr Mikado? Das Zeug gibt es doch hier in zwei Geschmacksrichtungen. Es stammt aus Japan und da Thailand nicht so weit weg ist, wird der Markt mit Produktvarianten geradezu überschwemmt.

In diesem Restaurant kann man auf dem Tisch Zutaten nach Wunsch auf einer heißen Platte braten. Das Ergebnis schmeckt fad und ist nicht halb so lecker wie dasselbe im Suppenrestaurant.

Manch einer lebt im Müll ohne komplett arm zu sein. Ich meine, wer zwei Autos hat, muss doch nicht zwingend seine Haustiere im Müll vor dem Haus halten…

Ist schließlich keine Frage von Wohlstand, ob man zu faul oder gleichgültig zum Müllwegschaffen ist.

Ach ja, die Katzen! Kurz vor Abreise war der Käfig auf das Doppelte vergrößert. Ein paar Klettermöglichkeiten, sauberes Wasser und viele Pappkarton-Höhlen, die mit Handtüchern ausgelegt wurden, machen das Leben erträglicher. Es gibt auch nicht mehr nur Reis sondern dazu Katzenfutter, damit die Tiere ihr Fell wieder bekommen.


Zur Erinnerung, hier waren vier Kater drin, die inzwischen in den großen Käfig umziehen konnten. Auf diesem Wege noch mal vielen lieben Dank an alle, die etwas gespendet haben!


Übrigens: wer mal schnell was bauplanen will kann, dem kann ich ein leicht zu bedienendes 3D-programm von Google empfehlen: Sketchup!

Das war’s dann auch schon mit Thailand. Auf dem Rückflug ein Blick auf den afghanischen Hindukusch…

und slowakische Karpatenausläufer, die sich über das Wolkenmeer erheben.

Knapp 12 Stunden später und 40°C weniger der Landeanflug über das winterliche Bayern. Ein schönes Kontrastprogramm kann ich nur sagen 😉

Ich danke Euch fürs Mitreisen und hoffe, es hat euch gefallen! Falls ja: bis zum nächsten Mal!

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Responses

  1. Danke, danke, danke! Eine tolle Reise – viel besser als die öden Fahrten mit dem Traumschiff im ZDF. Ich bin gern wieder dabei, wenn Ihr Euer Lied anstimmt „Mich brennts in meinen Reiseschuh’n fort, mit der Zeit zu schreiten“.
    Bin schon gespannt, in welche Richtung die nächste große Tour geht. Nimm mich mit Kapitän auf die Reise… Liebe Grüße Jutta


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